Skalpell-Papierstich

 

 

Bildbeschreibung :
" Tibetisches Mandala "

 

Mandala ist Sanskrit und heißt "wörtlich „Kreis,Bogen oder Abschnitt"

Die umfangreiche Gedichtsammlung des „Rigveda" ist in zehn Mandalas (Liederkreise) eingeteilt.
Mystische Zeichnung des TantratDiagramme aus Quadraten und Kreisen.
Symbole von kosmischen Kräften, die als Hilfsmittel zur Meditation benutzt werden.

Im Buddhismus, symbolische Darstellung kosmischer Kräfte in zwei-oder -dreidimensionaler Form, die im tantrischen Buddhismus Tibets eine große Rolle spielt.
Mandalas, die oft auf,, Thankas " dargestellt sind werden hauptsächlich als Meditationshilfe verwendet; sie sind Vorlagen für bestimmte Visualisierungen.

Die Bedeutung des Mandala im Tibet. Buddhism. erschließt sich aus der tib. Übersetzung
des Sanskrit-Wortes mit „dkylkhor", -was soviel wie „Zentrum u.Periphie " heißt.
Das Mandala wird also verstanden als eine durch Meditation bewirkte Zusammenführung zahlreicher
unterschiedlicher Elemente zu einer Einheit.

Augenscheinliches Chaos u. unübersichtliche Komplexität werden zu einem Muster u. einer natürlichen
Hierachie vereinfacht.

Neben ihrer Funktion als Gegenstand der Meditation haben Mandalas aber auch die Funktion einer Art zweidimensionalen Schreins,auf dem der Meditierende Ritualgegenstände wie etwa Opfergaben legt.
Dies setzt jedoch die Ermächtigung für die Praxis eines bestimmten Textes voraus,
denn in diesemZusammenhang bildet das Mandala ein Diagramm mit einer zentralen Gottheit.
Die Ritualgegenstände od. Opfergaben betonen bestimmte Aspekte der Gottheit,
u.d. rituelle Handlung soll diese göttlichen Attribute hervorrufen.
Sowohl die äußere Welt als auch der Körper u.d. eigene Bewußtsein können im Vajrayana als Mandala
angesehen werden.

Die von der Tradition genau festgelegte Form des Mandala weißt in ihrer grundlegenden Struktur einen quadratischen Palast auf, mit einem Zentrum u. vier Toren in den Himmelsrichtungen.

Mandalas können in vierfacher Weise dargestellt werden:
durch ein gemaltes Bild (Thanka), durch gefärbten Sand, durch Reishäufchen od.
durch ein dreidimensionales Modell, das meist in Metall gegossen ist.
Steht im Mittelpunkt d. Mandala eine rasendeSchutzgottheit, i.d. Mandala selbst als Zeichen der Vergänglichkeit der Welt von Leichenstätten umgeben.
Den äußern Rand der Darstellung bilden meist Flammenkreise in fünf Grundfarbenreiche die fünf Buddhafamilien u.d. von ihnen gewährten Schutz symbolisieren.

Tibetisches Mandala

Das Bild mit der Nummer 64
Materialien: sw.Papier; Marmorpapier; w.Karton Skalpell-papierstich

 


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